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Primäre Partner sind: federführend das DLR WWOE, DLR RNH, Technische Hochschule Bingen (TH Bingen), Technische Universität Kaiserslautern (TUK), LVAV Neumühle, AgroScience RLP

Ansprechpartner: Dr. Christoph Otten

Ein bereits etabliertes, sich fortlaufend verdichtendes bundesweites Messnetz liefert seit 2011 hochaufgelöste zeitraum- und ortsbezogene Daten zum Nahrungseintrag und Wetter. Aus diesen Daten lassen sich zusätzlich Informationen zum Nahrungsverbrauch und Prognosen u.a. zur Populations-entwicklung der die Bienenvölker existentiell bedrohenden Varroamilbe ableiten.  Wetterabhängige und standortspezifische Empfehlungen, bspw. zur  Varroabekämpfung, lassen sich aus den Daten tagesaktuell generieren, Prognosen zum Blühbeginn für bedeutende Trachtpflanzen für die Bienen lassen sich etablieren und zum Abruf bereitstellen. Durch Verknüpfung mit weiteren Daten, z.B. aus Agrarmeteorologie oder GIS, können zusätzlich Informationen für die Landwirtschaft (z.B. Flugaktivität der Bienen) und Imkerei (Phänologie) bereitgestellt werden. Ergänzend lassen sich standortspezifische Ansprechpartner für Problemfälle, wie z.B. PSM-Problematiken/Vergiftungsverdachtsfälle, hinterlegen.

Bereitstellung tagesaktueller Daten zur regionalen Nahrungsverfügbarkeit (Nektar- und Polleneintrag) und deren Aggregation für bestimmte Landschaftsräume, sowie Etablierung beschreibender Kenngrößen:

  • Bereitstellung standortspezifischer und wetterabhängiger Empfehlungen zur Bekämpfung der Varroose
    • Erfassung und Prognose zum Blühbeginn von Bienennährpflanzen
  1. Jahr: Bundesweite und tagesaktuelle Bereitstellung aufbereiteter Beobachtungs- und Empfehlungs-daten als Entscheidungshilfe für Imker zum Trachtverlauf (Trachtbeginn/Trachtende/Futterverbrauch) und zur Varroabekämpfung.

und 3. Jahr: Etablierung eines lernfähigen Systems durch Rück-meldungen über die Digitale Anwendung aus der imkerlichen Praxis (Citizen science) für z.B. Blüh-zeitpunkte, Schwarmtendenzen, das Auftreten von Krankheiten oder das Auftreten erwünschter bzw. schädigender Tautrachten und deren Kopplung an agrarmeteorologische Parameter (Entwicklung neuer Forschungsideen/künstliche Intelligenz). Wissens- und Praxistransfer über begleitende Schu-lungen; Evaluation über Nutzungsdaten der Anwendung. Ergebnisse fließen in den  Auf- und Ausbau des Digitalen Agrarportals (DAPRLP).